Empfang | Sitemap | Hilfe FR | DE | NL | EN rss
Aktuelles Agenda Verzeichnis

Agenda

Choisir la catégorie
Choisir la catégorie
<February 2019>
Today
MTWTFSS
123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728
blind print

Matineekonzert


Wo
 in der Protestantischen Kirche,
 Rue Abbé Peters in Malmedy
Wann  am Sonntag 24. März um 11.00 Uhr
Infos  Pfarrerin Christine Treichel
+32 (0)80 / 771 229
ev.pfarramt [at] skynet.be

"Musicalische Sterbens-Gedancken aus vier variierten Chorälen bestehend, anno 1683"

Hans-Georg Reinertz, Orgel

Zwölf Jahre, von 1678 bis 1690, wirkte Johann Pachelbel als Organist an der Erfurter Predigerkirche. In Erfurt, zu jener Zeit ein Mittelpunkt des musikalischen Lebens in Deutschland, erfuhr der junge Pachelbel, wie Höhen und Tiefen im Leben mitunter dicht beinander liegen können. So schloss der erfolgreiche Musiker 1681 die Ehe mit Barbara Gabler, einer Tochter des Erfurter Bürgermeisters, und schon ein Jahr später erblickte ein Sohn, Johann Georg Pachelbel, das Licht der Welt.

Kurze Zeit später jedoch wütete die Pest in Erfurt und raffte mehr als 9.000 Menschen, die Hälfte der damaligen Stadtbevölkerung, hinweg. Zu den Toten gehörten auch Pachelbels Ehefrau und das erst einjährige Kind.

In seiner Trauer aber auch in großem Gottvertrauen verarbeitete Johann Pachelbel diesen Schicksalsschlag in der Komposition von vier Choral-Variationen, die er unter dem Titel "Musicalische Sterbens-Gedancken" veröffent-lichte. Die von ihm zu diesem Zyklus ausgewählten Choräle sind:

Christus, der ist mein Leben (EG 516 - Melchior Vulpius 1609)

Alle Menschen müssen sterben (EG 694 - Johann Rosenmüller, Text 1652 - Christoph Anton, Melodie 1643)

Herzlich tut mich verlangen (EG 148 - Johann Walter, Text 1552 - Hans Leo Haßler, Melodie 1601) Was Gott tut, das ist wohlgetan (EG 372 - Samuel Rodigast, Text 1675 - Severus Gastorius, Melodie 1679)

Johann Pachelbel wurde 1653 in Nürnberg geboren und gehörte der Komponisten-generation vor Johann Sebastian Bach (*1685) an. Über Altdorf und Regensburg gelangte er 1673 nach Wien, wo er stellvertretender Organist am Stephansdom wurde.

Ab 1678 war Pachelbel Organist der Predigerkirche in Erfurt, wo er sich hohes Ansehen erwarb. 1690 nahm Pachelbel eine Stelle am Stuttgarter Hof an, verließ diesen Posten jedoch schon zum 1. Oktober 1692, als französische Truppen plündernd und mordend über Stuttgart herfielen. Am Fürstenhof in Gotha fand er ein neues Betätigungsfeld bis zu seiner Berufung nach Nürnberg 1695, seiner Geburtsstadt, wo er das bedeutende Amt des Organisten der Sebalduskirche bis zu seinem Tod bekleidete.

Johann Pachelbel war nicht nur einer der bedeutendsten Organisten seiner Zeit, sondern auch als Komponist und Lehrer von großer Bedeutung.

 


Zurück zum vollständigen Terminkalender
fermer